Anf ASV 9.6.26 Zukunft des ÖPNV

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Anfrage

Anfrage an den Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 15.06.2026

09.06.2026

Zukunft, Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit des Duisburger ÖPNV
 

Ein funktionierender ÖPNV darf kein Luxusgut sein und muss auch in den Außenbezirken eine echte Alternative zum Pkw bieten. Fahrtausfälle und Pünktlichkeitsdefizite sind immer noch ein ständiges Ärgernis und strapazieren die Geduld der Fahrgäste.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiekosten zeigt sich ein dringender Klärungsbedarf bei der Preisstruktur: Mit der Einführung des bundesweiten Deutschlandtickets Sozial hat sich die Tariflandschaft verschoben. Es gilt zu prüfen, wie viele Menschen in Duisburg noch das klassische VRR-Sozialticket nutzen und ob zusätzliche kommunale Unterstützungsleistungen notwendig sind, um den Umstieg auf die flexiblere, aber teurere Bundesvariante zu ermöglichen.

Gleichzeitig steht Duisburg und die DVG vor massiven finanziellen Herausforderungen. Anhaltend hohe Energiekosten belasten die Bilanz der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) spürbar und werfen drängende Fragen zur langfristigen Finanzierung geplanter Großprojekte – wie den Linien „Rhein 1“ und „Rhein 2“ im Zuge des Projekts „Sprung über den Rhein“ – auf.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wird das Ziel der Gewährleistung einer angemessenen Grundversorgung bei der ÖPNV-Mobilität durch die Erschließung von mindestens 95 % der Bevölkerung erreicht?
  2. In welchen Stadtteilen wird das im Nahverkehrsplan definierte Ziel-Angebot aktuell nicht erreicht, und welche Maßnahmen zur Taktverdichtung sind geplant oder werden derzeit umgesetzt?
  3. Inwieweit gelingt es, die Steigerung der ÖPNV-Nutzungsquote von ca. 16% auf angestrebte 20% umzusetzen? Wie hoch ist die Nutzungsquote derzeit und wann wird damit gerechnet, dass angestrebte Ziel von 20% zu erreichen?
  4. Wie viele Bürgerinnen und Bürger nutzen in Duisburg derzeit das VRR-Sozialticket und wie viele das Deutschlandticket Sozial? 
  5. Besteht die Möglichkeit bzw. gibt es Überlegungen, die Nutzerinnen und Nutzer vom VRR-Sozialticket (43,80 € im Abo mit Bankkonto, 49,90 € Monatskarte im Barverkauf) finanziell zu unterstützen, damit sie sich das „Deutschlandticket Sozial“ (53 Euro) leisten können? 
  6. Gibt es angesichts hoher Energiekosten Überlegungen, die Preise für Einzeltickets zu senken?
  7. Führen die aktuell steigenden Energiekosten zu einer Zunahme der Nutzerzahlen im ÖPNV in Duisburg?
  8. Wann erscheint der nächste Qualitätsbericht der DVG?
  9. Wird der Bericht als Mitteilungsvorlage im Verkehrsausschuss beraten?
  10. Wie hoch war die Quote der Fahrtausfälle im Jahr 2025? (Bitte nach Gründen aufgeschlüsselt)
  11. Wie hoch ist die Pünktlichkeit von Bussen und Bahnen im Jahr 2025?
  12. Wie hat sich die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Vergleich zum Vorjahr verändert?
  13. Wie haben sie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit in den ersten Monaten 2026 entwickelt?
  14. Gibt es Überlegungen einen Fahrgastbeirat einzuführen?
  15. Wie haben sich die Kosten für Energie (Strom, Diesel, Wasserstoff) bei der Fahrzeugflotte der DVG in den vergangenen sechs Jahren entwickelt?
  16. Mit welchen Kosten rechnet die DVG in den Jahren 2026, 2027 und 2028 vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise? Wie hoch sind die Abweichungen gegenüber dem aktuellen Wirtschaftsplan?
  17. Werden die Pläne des Netzkonzeptes 2030+ („Sprung über den Rhein“: Linie Rhein 1, Linie Rhein 2; Linie 90x; Neuausrichtung des Busverkehrs) angesichts des aktuellen auf zehn Jahre ausgerichteten Konsolidierungskonzeptes wie geplant umgesetzt? Welcher Zeitrahmen war für die Umsetzungen vorgesehen? Wird der Zeitplan eingehalten?

Gez. Salih Öztürk

 

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