Anfrage Rat-30-04-26 Energiekrise

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Anfrage

Anfrage an den Rat der Stadt am 04.05.2026

30.04.2026

Auswirkungen der Energiekrise in Duisburg
 

Seit dem Beginn des Ukrainekrieges Anfang 2022 stiegen die Energiekosten für Öl, Gas und Strom sprunghaft an. Sanktionierungen von russischem Öl und Gas, die Sprengung der Nord-Stream-Pipeline und Sabotageakte der Druschba-Pipeline verschärfen die Energiekrise zusätzlich. Mit dem Irankrieg spitzt sich die Krise nun dramatisch zu. Fatih Birol, Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA), warnt, dass die Welt vor der größten Bedrohung für die Energiesicherheit in der Geschichte stehe. 


 

 

 

EU-Energiekommissar Dan Jorgensen befürchtet, dass die Energiekrise die Preise über Jahre in die Höhe treiben könnten. Die Entscheidung der EU, zukünftig vollständig auf günstiges russisches Öl und Gas zu verzichten, wird die Energiekosten langfristig auf hohem Niveau zementieren. Die Folgen sind eine zunehmende Deindustrialisierung in energieintensiven Industriebereichen, hohe Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger beim Heizen, Tanken und Stromverbrauch sowie hohe, zusätzliche Energiekosten für den Duisburger Haushalt und städtische Unternehmen.

 

Die Folgen der Energiekrise sind für Duisburg umso gravierender, da die Stadt es in den vergangenen Jahren versäumt hat frühzeitig in städtische Photovoltaikanlagen, in die energetische Sanierung der öffentlichen Gebäude und in die Energie- und Verkehrswende zu investieren. Stattdessen legte die Verwaltung den Fokus ausschließlich auf die Entschuldung, was dazu führt, dass die Stadt nun weniger resilient ist gegen Krisen wie anhaltend hohe und weiter steigende Energiekosten.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

 

 

Folgen der Energiekrise für den städtischen Haushalt und die städtischen Unternehmen

  1. Wie hoch sind die zusätzlichen Kosten durch die Energiekrisen seit 2021 für den Duisburger Haushalt und die städtischen Unternehmen? 
  2. Wie beurteilt die Verwaltung die zukünftigen Auswirkungen der multiplen Energiekrise für den städtischen Haushalt?
  3. Mit welchen zusätzlichen Kosten rechnet die Verwaltung im Kernhaushalt in der mittelfristigen Finanzplanung durch die aktuelle Irankrise und die Entscheidung der EU, ab 2027 vollständig auf russisches Öl und Gas zu verzichten?
  4. Wie werden die zusätzlichen Aufwendungen im Bereich der Energiekosten finanziert?
  5. Welche konkreten Maßnahmen plant die Stadt kurz- und mittelfristig, um die Folgen der Energiekrise für den städtischen Haushalt abzufedern?
  6. Gibt es Überlegungen der Verwaltung verstärkt Energiesparmaßnahmen umzusetzen? Wenn ja: welche Maßnahmen sind angedacht? (Zusätzliche Investitionen in Elektrobusse, Intensivierung der Umrüstung auf LED-Straßenbeleuchtung, Stromsparappelle in der Verwaltung, erhöhte Anstrengungen bei der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude und beim Aufbau von Photovoltaikanlagen etc.)

 

Folgen der Energiekrise für die Bürgerinnen und Bürger und Maßnahmen 

 

  1. Gibt es Überlegungen der Verwaltung, die Duisburgerinnen und Duisburger bei den Energiekosten zu entlasten?
  2. Besteht die Möglichkeit die Preise für die Nutzung des ÖPNV bei den Einzeltickets zu reduzieren? 
  3. Ist angedacht für die Erneuerung von Heizungen, energetischen Sanierungen und den Aufbau von Photovoltaikanlagen Fördermittel einzuführen bzw. zu erhöhen?
  4. Wie hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl der Stromsperren entwickelt?

 

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