Stell 21.05.26 Hafen

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19.05.2026

BSW-Ratsgruppe solidarisiert sich mit den Kolleginnen und Kollegen der Duisburg Hafen AG  

Die Duisburger Hafen AG (duisport) ist der größte Binnenhafen der Welt, Drehscheibe für unzählige Güter. Die Kolleginnen und Kollegen verrichten tagtäglich im Dreischichtsystem bei Wind und Wetter schwerste Arbeit. Trotzdem verwehrt ihnen der Vorstand und die Politik ihren gerechten Lohn. 

 

Für uns als BSW-Ratsgruppe ist klar: Dieser Zustand ist untragbar. Ein Unternehmen im öffentlichen Eigentum darf sich nicht aus der sozialen Verantwortung stehlen!

 

Ein öffentliches Unternehmen hat eine Vorbildfunktion

 

Die Duisburger Hafen AG gehört zu einem Drittel der Stadt Duisburg und zu zwei Dritteln dem Land Nordrhein-Westfalen. Das bedeutet: Der Hafen gehört der Gemeinschaft – also uns allen.

Die Hafen AG ist als öffentliches Unternehmen dem Gemeinwohl verpflichtet. Und aus diesem öffentlichen Eigentum erwächst eine besondere soziale Verantwortung. Die öffentliche Hand darf nicht als Arbeitgeber auftreten, der Tarifflucht betreibt. Die Stadt hat eine soziale Vorbildfunktion. Wenn der Staat und die Kommune selbst Tarifverträge verweigern, wie wollen sie dann noch glaubwürdig von privaten Unternehmen soziale Verantwortung einfordern?

 

Ein Tarifvertrag ist kein „Luxus“, sondern die Grundlage für faire Arbeitsbedingungen. Die Verweigerungshaltung der Hafenführung schadet nicht nur den Arbeiterinnen und Arbeitern, sondern langfristig dem gesamten Standort und dem Image der Stadt. Ein Verdi-Tarifvertrag garantiert verlässliche Löhne, geregelte Arbeitszeiten, Urlaubsansprüche und Weihnachtsgeld. Ohne Tarifbindung sind die Beschäftigten der Willkür der Chefetage ausgeliefert. Gute Löhne heute sind die einzige Garantie gegen Armut im Alter. Wer im Hafen schuftet, muss von seiner Arbeit im Ruhestand leben können.

 

SPD laviert mal wieder rum 

Auf ihrem Parteitag am 10. Februar fasste die SPD einen einstimmigen Beschluss: Oberbürgermeister Sören Link und die SPD-Ratsfraktion wurden aufgefordert, umgehend darauf hinzuwirken, dass der Vorstand der Hafen AG Verhandlungen mit ver.di aufnimmt, um einen Tarifvertrag auf den Weg zu bringen. Doch bisher ducken sich die Verantwortlichen weg. Sowohl die Ratsfraktion der SPD als auch der Oberbürgermeister Sören Link (SPD) tauchen lieber ab, wenn es um gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne im Hafen geht. Neben Stadtdirektor Martin Murrack, der gleichzeitig noch Vorsitzender der Ruhr SPD ist, sitzen Ratsfrau Kuntke (ebenfalls SPD) sowie Ratsherr Susen (CDU) im Aufsichtsrat der Hafen AG. Stadtdirektor Martin Murrack versteigt sich zu der kühnen Behauptung, dass die Tarifbindung nicht Sache des Aufsichtsrates sei. Kaum überraschend, dass der Grünen-Vertreter und Aufsichtsratsvorsitzende Viktor Haase, ebenfalls keine Veranlassung zur Intervention sieht.

 

Der Aufsichtsrat vertritt den politischen Willen der Bürgerinnen und Bürger. Die städtischen Vertreter im Aufsichtsrat haben die Pflicht, den Vorstand zur Vernunft zu bringen. 

 

Unsere Anfrage im Stadtrat: Wir wollen Antworten!

Um den Druck auf die Stadtspitze und den Hafenvorstand zu erhöhen, hat die BSW-Ratsgruppe eine umfassende Anfrage eingebracht. Wir fordern vom Oberbürgermeister und der Verwaltung lückenlose Aufklärung.

 

Aktiv werden: Unterstützt die Verdi-Petition!

Der Kampf für Gerechtigkeit wird nicht nur im Rathaus geführt, sondern vor allem von den Beschäftigten selbst. Ver.di hat eine Petition ins Leben gerufen, die unmissverständlich klarstellt: Der Vorstand muss an den Verhandlungstisch und die Politik muss ihrer Verantwortung gerecht werden. Wir als BSW rufen alle Duisburgerinnen und Duisburger dazu auf, diese Petition zu unterzeichnen und damit den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen!

 

Die BSW-Ratsgruppe steht felsenfest an der Seite der Beschäftigten und der Gewerkschaft ver.di. Wir werden im Stadtrat nicht lockerlassen, bis der Vorstand die Blockadehaltung aufgibt und die Beschäftigten endlich die faire, tarifliche Absicherung bekommen, die ihnen zusteht!

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